Statement zur tödlichen Gewalttat in Stade

Mit tiefer Erschütterung und großer Trauer haben wir von der tödlichen Gewalttat in Stade erfahren, bei der sechs Mitarbeitende aus dem Jugendamt und der freien Jugendhilfe ihr Leben verloren haben. Wir sind fassungslos über dieses Verbrechen.

Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen der Getöteten. Ihnen gilt unser tiefstes Mitgefühl. Wir trauern um Menschen, die sich unermüdlich für den Schutz, die Unterstützung und das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien eingesetzt haben.

Die Tat trifft uns alle, sie trifft die gesamte Jugendhilfe. Sie trifft Menschen, deren Arbeit oft außer Sicht der Öffentlichkeit geschieht, die Verantwortung übernehmen, Konflikte aushalten, Schutz organisieren und Kindern und ihren Familien Perspektiven eröffnen. Die Weichen für unzählige Kinder neu stellen und eine gute Zukunft ermöglichen. Dass ein Ort der Hilfe, Beratung und Unterstützung zum Ort tödlicher Gewalt wurde, macht uns fassungslos.

Als AG 78 HzE stehen wir solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen in den Jugendämtern und bei den freien Trägern. Ihr Einsatz verdient unseren größten Respekt, Anerkennung und Schutz. Gerade in schwierigen, belasteten und krisenhaften Situationen leisten Fachkräfte der Jugendhilfe unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft.

Wir werden die Verstorbenen nicht vergessen. Ihr Tod mahnt uns, die wichtige Arbeit der Jugendhilfe sichtbar zu machen, ihre Bedeutung zu würdigen und die Menschen zu schützen, die sich täglich für Kinder, Jugendliche und Familien einsetzen.

Pressekontakt

Christian van den Kerckhoff
Vorsitzender der AG §78 HzE Bonn

Telefon: 0228-92977601 
vdkerckhoff@bimev.de



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