Mutter-Kind Einrichtung
Art des Angebots

stationäre Angebote

Träger/Anbieter Motiviva e.V.
Anschrift Mutter-Kind-Einrichtung
Hochkreuzalle 135
53175 Bonn
Ansprechpartner Martina Lemke, Dipl. Sozialpädagogin
Kontakt Tel.: 0228/33672930
Fax.: 0228/33672931
E-Mail: mutter-kind@motiviva.de
Homepage: http://www. motiviva.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1,98
Freie Plätze: 2
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze 3 Mütter mit ihren Kindern
Mitarbeiterqualifikation i.d.R. Sozialpädagogen, teilweise mit  Zusatzqualifikation
Aufnahmealter/
Betreuungsalter
Mütter ab 16 Jahre
Häufigkeit/Umfang

i.d.R. fünf Stunden täglich ambulante Betreuung für die Hausgemeinschaft, situationsabhängig auch an den Wochenenden

Betreuung der Kinder durch Tagesmütter oder Kindertagesstätte nach Absprache

Gesetzliche Grundlage

SGB VIII § 19 in Verbindung mit §§ 27 ff insbesondere § 34 oder § 34 in Verbindung mit § 41

Angebotsbeschreibung

Die Betreute Hausgemeinschaft für junge Mütter mit ihren Kindern gehört zu den Regelangeboten der stationären Ju-gendhilfe und hat die Verselbständigung der jungen Mütter zum Ziel.

Diese Form der Hilfe beinhaltet neben beratenden, vorwiegend vertrauensbildende und anleitende Anteile. Jeweils drei junge Mütter, ab 16 Jahre, schwanger oder mit Säugling/Kind, leben in einer Hausgemeinschaft, die täglich stundenweise durch Fachpersonal betreut wird.

Die jungen Frauen können oder wollen nicht im Rahmen einer größeren Gruppe, wie z.B. Mutter-Kind-Heim adäquat ge-fördert werden, benötigen aber noch kontinuierliche Betreuung sowie die Möglichkeit des sozialen Kontaktes durch das Zusammenleben mit jungen Frauen in ähnlicher Lebenssituation. Die Aufenthaltsdauer sollte in der Regel zwei Jahre nicht überschreiten.

Unsere Arbeit zeichnet sich durch die Akzeptanz der momentanen Lebenssituation der jungen Mutter aus.

Langfristiges Ziel ist es die Selbstständigkeit der jungen Mutter im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten soweit zu för-dern, dass sie selbstverantwortlich mit ihrem Kind und ggf. dem Partner in einer eigenen Wohnung leben kann.

Die jungen Mütter leben in einem Haus mit Garten und bewohnen eine abgeschlossene 2-Zimmer-Wonung. Zur gemein-samen Nutzung stehen ein Gruppenraum und der Garten zur Verfügung, darüber hinaus gibt es ein Büro für die Mitarbei-ter. Der Wohnbezirk bietet eine gute Infrastruktur für Familien, wie Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung und Spiel-möglichkeiten für die Kinder.

In der Regel wechseln die jungen Mütter nach der Betreuung in eine eigene Wohnung. Eine anschließende ambulante Weiterbetreuung durch Motiviva e. V. ist in Absprache mit dem Jugendamt nach §36 KJHG möglich.

Zielgruppe/Indikation

Die Betreuung richtet sich in der Regel an Schwangere und an junge Mütter ab 16 Jahre. Die Kinder sind bei Aufnahme i.d.R. 0 bis 5 Jahre alt. Die jungen Frauen können oder wollen aus unterschiedlichsten Gründen nicht alleine oder in einer größeren Regelgruppe leben, bedürfen aber noch einer umfassenden Betreuung. Ausschlusskriterien sind u.a.: akute Suchtmittelabhängigkeit, akute psychiatrische Erkrankung, stark eingeschränkte intellektuelle Fähigkeiten, die eine eigen-ständige Lebensführung ausschließen.

Ausschlusskriterien

Ausschlusskriterien sind u.a.: akute Suchtmittelabhängigkeit, akute psychiatrische Erkrankung, stark eingeschränkte intellektuelle Fähigkeiten, die eine eigenständige Lebensführung ausschließen.

Ziele

Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, die jungen Mütter in ein eigenverantwortliches Leben mit ihren Kindern zu ent-lassen. Sollte sich dies als nicht realistisch erweisen, kann in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine alternative Hilfe-form erarbeitet werden.

Die Ziele im Einzelnen sind:

    Persönlichkeitsaufbau und stabilisierung im Hinblick auf die Rolle als Mutter

    Aufbau einer tragfähigen Mutter-Kind-Beziehung

    Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven für die jungen Frauen

    langfristig die Erlangung der Selbstständigkeit der jungen Mutter im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten

    Entwicklungsbedingungen des Kindes fördern und verbessern

Methodik

    Lernen am Modell

    Elterntraining im Alltag

    Reflexionsgespräche

    Beratungsarbeit mit Elementen aus der systemischen und gestalttherapeutischen Arbeit

    Arbeit mit der Herkunftsfamilie

    (aufsuchende) Arbeit im sozialen Umfeld

Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

    Aufnahme

    Situationsanalyse, Erziehungsplanung, Hilfeplanung, klientenbezogene Verwaltungstätigkeiten

    Sicherstellung der Erreichbarkeit von MitarbeiterInnen

    Umsetzung der Betreuungszeit

    Einsatz differenzierter Methoden

    Auseinandersetzung mit der veränderten Lebenssituation in der Hausgemeinschaft und der Rolle als Mutter

    Herstellung einer kindgerechten Umgebung für die junge Mutter mit Kind

    Unterstützung bei der Herstellung und Strukturierung eines kindgerechten Alltages

    Förderung der Erziehungskompetenz der jungen Mütter

    Aufbau von Alltagskompetenz

    Weiterentwicklung im psychosozialen Bereich

    Unterstützung in finanziellen Angelegenheiten

    Unterstützung bei der Entwicklung schulischer sowie beruflicher Perspektiven der jungen Mütter

    Hilfe bei Aufbau und Nutzung der eigenen Ressourcen

    Unterstützung bei Gesundheits- und Ernährungsfragen für Mutter und Kind

    Unterstützung in akuten Krisensituationen

    Unterstützung bei der Kontaktaufnahme und / oder Auseinandersetzung mit der (Herkunfts-) familie

    Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben außerhalb der Hausgemeinschaft

    Vernetzung mit anderen Hilfsangeboten für die jungen Mütter

Mögliche Zusatzleistungen

    Nachhilfe

    Einbindung in ein Arbeitsprojekt, intern oder extern

    individuelle Fördermaßnahmen für das Kind

    Einzel-, Familien- oder Gruppentherapie (intern oder extern )

    Spieltherapie

    Unterbringung des Kindes in einer (Fach)Pflegefamilie oder einem anderen geeigneten, stationären Angebot des Vereins bzw. eines Kooperationspartners, um beispielsweise die aktuelle Situation zu entspannen oder bei zeitlich begrenzter Abwesenheit der Kindesmutter.

Besonderheiten keine Rund-um-die Uhr-Betreuung