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Jugendfarm Bonn e.V.


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Der Verein Jugendfarm Bonn e.V. ist ein nach § 75 SGB VIII anerkannter freier Träger der Jugendhilfe. Er ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen und hat seine Aufgabenschwerpunkte in den Fachbereichen "Offene Arbeit", "Hilfen zur Erziehung" und "Jugendhilfe und Schule". Zurzeit beschäftigt der Verein rund 350 Mitarbeiter*innen sowie 100 Honorarkräfte und Übungsleiter*innen an insgesamt 18 verschiedenen Standorten in Bonn und der näheren Umgebung.

Im Bereich der Erziehungshilfen bieten wir neben vier Tagesgruppen und zwei Flexiblen Tagesbetreuungen in Bonn und einer Tagesgruppe in Bornheim auch noch Ambulante Hilfen (Aufsuchende Familientherapie, Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft, Tiergestützte Hilfen) und Integrationsassistenz/ Schulbegleitung an.

Eine besondere Form der Hilfen zur Erziehung ist die Integrierte Erziehungshilfe an der OGS++ Schule am Rheingarten (vorher Rheinschule) in Bonn-Beuel, der OGS++ Astrid-Lindgren-Schule in Duisdorf und an der OGS++ Gutenbergschule in St. Augustin (Förderschulen).

Alle unsere Angebote sind niedrigschwellig und sozialräumlich angelegt. Sie sind integriert in die Offene Arbeit bzw. in den Offenen Ganztag an Schulen, um Stigmatisierungstendenzen wirksam begegnen zu können.

Weitere Informationen und unsere aktuellen Stellenangebote finden Sie unter: www.jugendfarm-bonn.de


 

Sozialräume

gesamtstädtisch

Ort der Maßnahme

Stadt außerstädtisch Ausland

Kontakt

Anschrift Jugendfarm Bonn e. V
Holzlarer Weg 74
53229 Bonn
Telefon +49 228 62 98 79 - 0
Fax +49 228 62 98 79 - 90
Homepage https://www.jugendfarm-bonn.de/fb-hze/
E-Mail info@jugendfarm-bonn.de

Aufsuchende systemische Familientherapie und -beratung (AFT)

Art des Angebots ambulante Angebote Hilfen für das Familiensystem
Träger/Anbieter Jugendfarm Bonn e.V.
Anschrift Jugendfarm Bonn e.V.
Holzlarer Weg 18
53229 Bonn-Pützchen
Ansprechpartner Oktavia Gilhofer
Kontakt Tel.: +49 228 629879 463
Fax.: +49 228 629879 90
E-Mail: aft@jugendfarm-bonn.de
Homepage: http://www.jugendfarm-bonn.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1
Freie Plätze: 0

Sozialräume

gesamtstädtisch

Ort der Maßnahme

Stadt
außerstädtisch

Geschlecht

Koedukative Gruppe

Alter

>18 Junger Erwachsener

Lebensbereiche

Wohnen
Arbeiten
Schule
Ausbildung
Kiga
Freizeit
soziales Gefüge
Sonstiges

Sozialraumkategorien

Leistungsbereich
Klärungsbereich
Gefährdungsbereich

Maßnahmevorraussetzungen

Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt

Pädagogische Fachkräfte mit anerkannter therapeutischer Zusatzausbildung, i.d.R. systemische Beratung und Therapie (DGSF)

  • 1-2 Sitzungen wöchentlich bis 14tägig über 6-12 Monate mit 2 Fachkräften; in akuten Krisensituationen bei Bedarf auch mehr
  • Zwischnauswertungen nach ca. 10-12 Sitzungen mit Rückkopplung an das Jugendamt

27 ff SGBVIII, § 30/ 31/ 35/ 35a/ 41 SGBVIII in und der damit verbundenen therapeutischen Hilfe § 27(2) SGB VIII, § 36 SGBVIII;

Aufsuchende systemische Familientherapie (AFT) ist eine intensive, flexible aufsuchende Hilfe zur Erziehung. Sie richtet sich an Familien und Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen, die häufig bereits über längeren Zeitraum in der Jugendhilfe betreut werden und sich in einer stark belasteten, krisenhaften und multiproblematischen Lebenslage befinden, sich jedoch von gängigen Hilfsangeboten nicht angesprochen fühlen. Die therapeutische Hilfe findet im Haushalt der Familie unter Einbezug des Lebensumfeldes und unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Interaktions- und Kommunikationsformen statt, um Schwellenängsten entgegenzuwirken und Sicherheit zu vermitteln und damit eine vertrauensvolle Arbeitsgrundlage zu schaffen. AFT findet in einem Team von 2 Fachkräften statt. Eine co-therapeutische Arbeitsweise ermöglicht den Einsatz von systemischen Methoden, die zum einen als sehr wirksam erlebt und zum anderen eine professionelle Distanz in der intensiven Zusammenarbeit mit der Familie sicherstellen sollen, bspw. durch das Reflecting Team. das Therapeutenteam als Modell wahrnehmen.

Systemisch orientierte Familientherapie betrachtet (familiäre) Konflikte, Krisen und Erziehungsschwierigkeiten als Wechselwirkungsprozesse. Sie richtet ihren Blick dem entsprechend auf das Zusammenspiel aller beteiligten Familienmitglieder und dem Kontext, wo die Schwierigkeiten auftreten.

Einige Prinzipien der Arbeit erscheinen ähnlich wie bei einer SPFH. AFT unterscheidet sich jedoch dadurch, dass es sich um ein eindeutiges Therapieangebot handelt, in einem ausgebildeten Co-Therapeuten-Team erfolgt und die Hilfe sich in Bezug auf Dauer und Interventionsform an Familien in Krisen orientiert.

Aufsuchende Familientherapie richtet sich an alle Familien / Lebensgemeinschaften/ Personensorgeberechtigten mit mindestens einem Kind oder Jugendlichen, die sich in derartigen Krisen- und Belastungssituationen befinden, deren Bewältigung durch Verstrickungen im Beziehungsgefüge erheblich eingeschränkt sind und über reine pädagogische Interventionen hinaus gehen.

  • Aktivierung familiärer Ressourcen und Selbsthilfepotentiale, Förderung der Selbstorganisation
  • Erweiterung der Erziehungskompetenz der Eltern
  • Entspannung der krisenhaften Situation
  • Minderung von Beziehungsstörungen sowie Verstrickungen im familiären Beziehungsgefüge und damit einhergehender Beeinträchtigungen, Stärkung der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeiten
  • Veränderung von dysfunktionalen Bewältigungsstrategien sowie Kommunikations- und Interaktionsmustern, Entwicklung alternativer Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven
  • Förderung von gegenseitiger Empathie durch immer wieder angeregte Perspektivwechsel
  • Entwicklung und Nutzung von Netzwerken im sozialen Umfeld
  • Neustrukturierung des Alltags der Familie
  • Begleitung bei Rückführung von Kindern und Jugendlichen/ soziale Integration
  • Einsatz im Team von zwei, idealerweise gemischtgeschlechtlichen Fachkräften zur ganzheitlichen Erfassung des Familiensystems, zur Erweiterung von Handlungsspielräumen hinsichtlich Methoden und Interventionen; zur Rollenaufteilung; zur Reflexion und Grenzsicherung im therapeutischen Prozess
  • Schaffung einer Arbeitsgrundlage im Vorfeld
  • Situationsanalyse, Auftragsklärung, Hilfeplanverfahren
  • Aufsuchen der Familie/ Beziehungsaufbau
  • Einsatz therapeutischer Methoden und Interventionen (z.B. Reflecting-Team, Aufstellungen/Skulpturarbeit, Familienbrett, Genogrammarbeit, Time-Line/ Lebensfluss-Modell, paradoxe Interventionen etc.)
  • Stärkung der Beziehungs-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Aufbau und Nutzung von Netzwerken im sozialen Lebensumfeld
  • Teaminterne Fallreflexion, Teamberatung, kollegiale Beratung, Fallsupervision

Siehe Qualitätsentwicklungsbeschreibung der Jugendfarm

http://www.jugendfarm-bonn.de/traeger/qualitaetsmanagement

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