Erziehungsbeistandschaft
Art des Angebots

ambulante Angebote
Flexible Erziehungshilfe

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Straße 8
53177 Bonn
Ansprechpartner

Leitung:

Andreas Luther

 

Tel. 0228 / 951340

E-Mail: a.luther@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 / 951340
Fax.: 0228 / 9513451
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 0
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch Bad Godesberg Hardtberg Tannenbusch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte mit Fachschul-, Fachhochschul- oder Universitäts-Ausbildung, mit Erfahrungen im ambulanten, teilstationären oder stationären Bereich der Erziehungshilfe und in der Regel mit Zusatzausbildung in Systemischer Familientherapie bzw. -Beratung, Marte Meo oder SAFE®.
Aufnahmealter/
Betreuungsalter
Kinder (ab 6 Jahre), Jugendliche und junge Volljährige, in Einzelfällen Erwachsene bis 27 Jahre.
Häufigkeit/Umfang Richtet sich nach dem Bedarf des Kindes/Jugendlichen/jungen Volljährigen und den Vereinbarungen im Hilfeplan.
Gesetzliche Grundlage § 27 i. V. m. §§ 30 und § 27 II 2 und III, § 35a und §36 SGBG VIII
Angebotsbeschreibung

Die Erziehungsbeistandschaft (FlexJOH) ist ein aufsuchendes flexibles Hilfeangebot, welches sich an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige richtet. Sie ergänzt und unterstützt die familiäre Erziehung und bezieht das soziale Umfeld in die Arbeit mit ein. Die unterschiedlichen sozialpädagogischen Methoden und Arbeitsformen beziehen sich sowohl auf den einzelnen jungen Menschen als auch auf die Familie oder auf sonstige, für den jungen Menschen wichtige, Lebensbereiche.

Der junge Mensch erhält durch die Erziehungsbeistandschaft eine individuelle und persönliche Unterstützung zur Bewältigung der jeweils anstehenden Entwicklungsaufgaben, was zur Stabilisierung der persönlichen und familiären Situation beiträgt.

Zielgruppe/Indikation Kinder, Jugendliche und junge Volljährige, die einen besonderen, außerfamiliären Unterstützungsbedarf aufweisen und in der Regel in ihren Familiensystemen leben.
Ausschlusskriterien

Mögliche Ausschlusskriterien sind:

  • die Sicherheit (nach Kriterien der Kindeswohlgefährdung) der Kinder und Jugendlichen kann nicht sichergestellt werden
  • eine Transparenz bezüglich der vereinbarten Ziele aus dem Hilfeplangespräch (HPG) kann nicht hergestellt werden (z. B. Tabuisierung, verdeckte Aufträge)
  • ein massives anhaltendes grenzüberschreitendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden
  • eine grundsätzliche Verweigerung der Mitarbeit durch den jungen Menschen
  • ein massiver Suchtmittelkonsum bzw. unbehandelte Drogenabhängigkeit
  • eine akute unbehandelte psychische bzw. psychiatrische Störung/Erkrankung
  • eine starke geistige Behinderung
Ziele

Das Angebot dient der Stabilisierung, Förderung und Bewältigung der altersentsprechenden Entwicklungsaufgaben der jungen Menschen. Dabei wird die Aufrechterhaltung des gewohnten und vertrauten Lebensumfeldes angestrebt, mit dem Ziel eine positive Entwicklung und Förderung der Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen zu ermöglichen.

 

Dazu kann gehören:

  • die Klärung von Rollen und Aufgaben aller Familienmitglieder sowie das Setzen von angemessenen Grenzen
  • die Erweiterung der Handlungsfähigkeit bzw. -kompetenz
  • die Verbesserung von Kommunikation und Interaktion im Familiensystem sowie dem sozialen Umfeld
  • die konstruktive Bearbeitung von Konflikten und Krisen
  • die Befähigung zur Bewältigung von alltäglichen bzw. lebenspraktischen Aufgaben
  • die Orientierung im und Aktivierung des Sozialraumes
  • die Ressourcenaktivierung und Kompetenzerweiterung
  • die Förderung der Selbsthilfepotentiale
  • die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit
Methodik

Zur Erreichung der Hilfeziele arbeiten wir insbesondere mit folgenden Methoden:

  • der systemischen Beratung/Therapie
  • der Auftragsklärung und Zielerarbeitung
  • der Ressourcenorientierung/-aktivierung, Lösungsorientierung
  • der Alltagsbegleitung
  • des Modelllernens
  • der Erlebnispädagogik
  • der Lebensweltorientierung
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

Der Erziehungsbeistand (m/w/d) unterstützt, berät und begleitet Kinder, Jugendliche sowie junge Volljährige und deren Familien bei:

  • der Stärkung des Selbstwertes beim Kind/Jugendlichen
  • der Bewältigung familiärer und persönlicher Krisen
  • dem Aufbau von sozialen Kontakten außerhalb der Familie
  • dem Aufbau und der Förderung von Beziehungsfähigkeit
  • der Klärung schulischer/beruflicher Perspektiven
  • der Klärung und Unterstützung bei Entscheidungsprozessen hinsichtlich alternativer erzieherischer Hilfen
  • der Reintegration von Kindern und Jugendlichen in der Familie
  • der Stärkung der Erziehungskompetenz der Erziehungsveranwortlichen
Zusammenarbeit / Kooperationen

Das Team nutzt mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Eltern, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die bestehende externe Vernetzung mit unterschiedlichen Professionen und Institutionen , z. B. Schulen, Jugendberufshilfe, Therapeuten, (Sport-)Vereinen, Update, Ärzten etc.

 

Intern können folgende Hilfsangebote zusätzlich genutzt werden:

  • Sozialpädagogische Familienhilfe (FlexFOH)
  • Sozialpädagogisches ambulantes Clearing (SPAC)
  • Ambulante systemische Familienberatung und -therapie (ASBT)
  • Marte Meo
  • Ggf. teil- und vollstationäre Angebote der Einrichtung
Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • interne und externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII ff.