02 FlexFOH - sozialpädagogische Familienhilfe
Art des Angebots

ambulante Angebote
Flexible Erziehungshilfe

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Straße 8
53177 Bonn
Ansprechpartner

Leitung:

Andreas Luther

 

Tel. 0228 / 951340

E-Mail: a.luther@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 / 951340
Fax.: 0228 / 9513451
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 0
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch Bad Godesberg Hardtberg Tannenbusch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte mit Fachschul-, Fachhochschul- oder Universitäts-Ausbildung, mit Erfahrungen im ambulanten, teilstationären oder stationären Bereich der Erziehungshilfe und in der Regel mit Zusatzausbildung in Systemischer Familientherapie bzw. -Beratung, Marte Meo oder SAFE®.
Aufnahmealter/
Betreuungsalter
Familiensysteme mit Kindern und Jugendlichen in der Regel bis zur Volljährigkeit.
Häufigkeit/Umfang Richtet sich nach dem Bedarf der Familie und den Vereinbarungen im Hilfeplan.
Gesetzliche Grundlage § 27 i. V. m. §§ 29, 31 und § 27 II 2 und III, § 35a und § 36 SGBG VIII
Angebotsbeschreibung

Die sozialpädagogische Familienhilfe (FlexFOH) ist ein aufsuchendes Hilfeangebot, welches sich an Familiensysteme innerhalb ihres Lebensraums und sozialen Umfelds unter Berücksichtigung individueller Unterstützungsbedarfe richtet.

Das Angebot dient der Sicherstellung oder Wiederherstellung der Erziehung, Versorgung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die jeweilige Beratung der Erziehungsberechtigten richtet sich nach den im Hilfeplan festgelegten Zielen, welche gemeinsam mit diesen erarbeitet werden.

Zielgruppe/Indikation Familiensysteme mit individuellen Fragestellungen/Bedarfen in den Bereichen der Erziehung, Versorgung und Förderung der Kinder und Jugendlichen.
Ausschlusskriterien

Mögliche Ausschlusskriterien sind:

  • die Sicherheit (nach Kriterien der Kindeswohlgefährdung) der Kinder und Jugendlichen kann nicht sichergestellt werden
  • eine Transparenz bezüglich der vereinbarten Ziele aus dem Hilfeplangespräch (HPG) kann nicht hergestellt werden (z. B. Tabuisierung, verdeckte Aufträge)
  • ein massives anhaltendes grenzüberschreitendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden
  • eine grundsätzliche Verweigerung der Mitarbeit durch das Familiensystem, vor allem durch die Erwachsenen
  • ein massiver Suchtmittelkonsum bzw. unbehandelte Drogenabhängigkeit
  • eine akute unbehandelte psychische bzw. psychiatrische Störung/Erkrankung
  • eine starke geistige Behinderung
Ziele

Der Erhalt, die Stabilisierung bzw. Wiederherstellung von tragfähigen Familiensystemen (unter Einbeziehung aller Familienmitglieder), mit dem Ziel eine positive Entwicklung und Förderung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen/gewährleisten.

 

Dazu kann gehören:

  • die Klärung von Rollen und Aufgaben aller Familienmitglieder sowie das Setzen von angemessenen Grenzen
  • die Förderung und Verbesserung der erzieherischen Kompetenzen der Erziehungsberechtigten
  • die Förderung der Selbstregulierung des Familiensystems
  • die Förderung der Handlungsfähigkeit bzw. Handlungskompetenzen
  • die Verbesserung von Kommunikation und Interaktion im Familiensystem sowie dem sozialen Umfeld
  • eine konstruktive Bearbeitung von Konflikten und Krisen
  • eine Hilfestellung und Begleitung bei alltags-/lebenspraktischen Aufgaben
  • eine Sozialraumorientierung/-Aktivierung
  • eine Ressourcenaktivierung und Kompetenzerweiterung
  • die Förderung der Selbsthilfepotentiale
  • die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit
Methodik

Zur Erreichung der Hilfeziele arbeiten wir insbesondere mit folgenden Methoden

  • der systemischen Beratung/Therapie
  • der Auftragsklärung und Zielerarbeitung
  • der Ressourcenorientierung/-Aktivierung, Lösungsorientierung
  • der Alltagsbegleitung
  • des Modelllernens
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

Es handelt sich um ein zeitlich begrenztes Angebot, welches den jeweiligen individuellen Bedarfen und Zielen der Adressaten angepasst wird.

Neben praktischer Unterstützung und Begleitung im Alltag, z. B. bei Kontakten mit Ämtern und Institutionen, Freizeitgestaltung, Entwicklung einer Wochen- und Tagesstruktur, beinhaltet das Angebot Familien-/Eltern- und Einzelgespräche.

Zusammenarbeit / Kooperationen

Das Team nutzt mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit  Eltern, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die bestehende interne und externe Vernetzung mit unterschiedlichen Professionen und Institutionen, z. B. Hebammen, (Kinder-)ärzten, Therapeuten, Kita, Schulen, Ämter etc.

Grundsätzlich wird nach den Leitlinien des sozialräumlichen Ansatzes gearbeitet.

Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Interne und externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII ff.