Tiergestützte Erziehungsbeistandschaft
Art des Angebots

ambulante Angebote
Erziehungsbeistand

Träger/Anbieter Jugendfarm Bonn e.V.
Anschrift Ansprechparnterin: Oktavia Gilhofer


Ansprechpartner Oktavia Gilhofer
Kontakt Tel.: +49 228 629879 463
Fax.: +49 228 629879 90
E-Mail: hze@jugendfarm-bonn.de
Homepage: http://www.jugendfarm-bonn.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze Auf Anfrage
Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte in der Regel mit Hochschulabschluss und/oder hilfeformrelevanten Zusatzausbildung sowie Erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit Tieren
Aufnahmealter/
Betreuungsalter
ab 6 Jahre
Gesetzliche Grundlage 27 ff SGBVIII, §30 SGBVIII in Verbindung mit §36 SGBVIII
Angebotsbeschreibung

Die tiergestützte Erziehungsbeistandschaft findet in der Regel mind. einmal pro Woche statt. In der Fördereinheit wird das Kind in einem 1:1- Setting in allen relevanten Themen im Umgang mit dem Tier betraut.

Sie umfasst alle Inhalte und Methoden der Erziehungsbeistandschaft (EZB) mit der Besonderheit, dass diese EZB Tiere als "Co-Pädagogen" mit in den Hilfeprozess einbindet. Dies ermöglicht einen besonderen Zugang zu Kindern und Jugendlichen. Im Kontakt mit dem Tier erleben Kinder und Jugendliche einen Raum, in dem sie sein dürfen, wie sie sind. Erfahrungen mit dem Tier können so auf soziale Kontakte übertragen werden.

Zielgruppe/Indikation
  • Kinder und Jugendliche sowie deren Familien, die sich in Krisen- und Belastungssituationen befinden
  • Familien mit fehlerhaften Kommunikationsmustern
  • Familien mit Vorbehalten gegenüber pädagogischen Fachkräften/Maßnahmen
  • Kinder und Jugendliche, die nicht eigenverantwortlich o. gemeinschaftsfähig und darüber hinaus selten förderungs- oder erziehungswillig sind
  • Kinder und Jugendliche mit besondere Belastungen wie Ängste, mangelnde soziale Kompetenzen, Grenzüberschreitendes Verhalten, mangelnde Selbsteinschätzung und reflexion, mangelnde Fähigkeit, Abläufe zu erkennen und adäquat darauf reagieren zu können
  • Kinder und Jugendliche, die zahlreiche Niederlagen und Ausschluss aus sozialen Gruppen erfahren haben
  • Kinder und Jugendliche mit traumatischem Erfahrungshintergrund
  • Kinder und Jugendliche, die wenig Erfahrung mit Grenzen gemacht haben
  • Kinder und Jugendliche mit verminderter Impulskontrolle
  • Kinder und Jugendliche mit vermindertem Eigenantrieb
  • Kinder und Jugendliche mit unsicheren Bindungsmustern oder Beziehungsstörung
  • Kinder und Jugendliche aus belasteten Familien, die stark unter Druck/Stress stehen
  • Kinder und Jugendliche mit autistischen Zügen bzw. Autismus , ADS, ADHS
  • Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen
  • Kinder und Jugendliche, die einen sicheren, geschützten und geborgenen Rahmen benötigen
Ausschlusskriterien
  • Bei Allergien gegen bestimmte, zum Einsatz kommende Tiere
Ziele Ziel der tiergestützten Erziehungsbeistandschaft ist es, grundsätzlich ein positives Selbstkonzept der Kinder bzw. Jugendlichen aufzubauen und diese zu befähigen, angemessen mit ihrer Umwelt, ihren Problemen, ihren Defiziten" umzugehen und weitergehend Stärken an sich selbst zu erkennen, auszubauen und in Folge dessen fördern zu können. Die pädagogische Arbeit soll hierbei durch den Einsatz von Tieren unterstützt werden.
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

  • Individuelle Förderung des jungen Menschen mit Hilfe des Mediums Tier unter Berücksichtigung der Anamnese, Entwicklungsdiagnostik, Hilfeplanung, Erziehungsplanung, regelmäßige Team- und Fallgespräche
  • Methodisch-didaktische Planung und Durchführung einer Fördereinheit mit dem Tier im Regel- Setting 1:1
  • Interventionen unter Einsatz eines oder mehrerer Tiere verschiedener Arten (Pferde, Esel, Hunde, Ziegen, Schafe, etc.)
  • Besuche im Lebensumfeld des Kindes/ Jugendlichen
  • Gespräche und Aktionen gemeinsam oder mit einzelnen Familienmitgliedern
  • Unterstützung bei Beziehungskonflikten
  • Hilfe beim Aufbau tragfähiger Beziehungen
  • Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte und -strukturen
  • Hilfen beim Erkennen persönlicher Bedürfnisse und Umgangsweisen
  • Hinführung zu einer positiven Gesprächskultur, Entwicklung von Kommunikationsregeln, Förderung von Empathie
  • Unterstützung bei der Entwicklung angemessener Ausdrucks- und Verhaltensweisen

Mögliche Zusatzleistungen Heilpädagogisches Reiten
Qualitätssicherung

Siehe Qualitätsentwicklungsbeschreibung der Jugendfarm:

> http://www.jugendfarm-bonn.de/traeger/qualitaetsmanagement