Familienunterstützende Hilfen - Marte Meo
Art des Angebots

ambulante Angebote

Träger/Anbieter Evangelische Jugendhilfe Godesheim
Anschrift Ev. Jugendhilfe Godesheim
Venner Str.20
53177 Bonn
Kontakt Tel.: 0228.3827.444
Fax.: 0228.3827.99.444
E-Mail: fachberatung@godesheim.de
Homepage: http://www.godesheim.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1
Freie Plätze: 0
Sozialräume
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Angebotsbeschreibung Marte Meo (lateinisch, sinngemäß: Aus eigener Kraft) in den 80er Jahren von Maria Aarts (NL) entwickelt worden, bezeichnet eine videogestützte Beratungs- und Therapiemethode für viele psychosoziale Felder. Der Fokus in unserem Angebot, liegt auf der Interaktion zwischen Eltern und Kindern, die bei einem Hausbesuch in Alltagssituationen gefilmt werden. Über die eigenen Bilder kann ihnen nahegebracht werden, wie sie in einen guten Kontakt mit ihren Kindern kommen und deren Entwicklung positiv unterstützen können. Die Interaktionsanalyse der gemachten Aufnahmen gibt dem Marte Meo Therapeuten sehr genau Auskunft darüber, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten der Eltern hierzu notwendig sind. Zusätzlich dient die Videoaufnahme als diagnostisches Element, um den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen. Der Einsatz von Bildern und Videos hat viele Vorteile: Er stellt ein verständliches nachvollziehbares Medium für die Eltern dar, da er sich nicht auf Sprache und Kognition fokussiert und bietet darüber hinaus ein ganz genaues Hinschauen, in dem Tempo, in dem es gebraucht wird. Die Ausschnitte, die auf dem Bildschirm im Review(Reflektionsgespräch) gezeigt werden, entstammen der eigenen familiären Realität und sind damit für die Eltern hoch emotional und alltagsrelevant. Gearbeitet wird fast ausschließlich über positive Bilder und die bereits in der Familie vorhandenen Ressourcen. Diese positiven Anteile werden durch die Bilder deutlich sichtbarer gemacht und wirken so ermutigend und unterstützend auf den Beratungs- oder Therapieprozess.
Zielgruppe/Indikation Dieses Unterstützungsangebot richtet sich grundsätzlich an alle Familien, die motiviert sind Hilfe anzunehmen und den Wunsch nach positiver Veränderung besitzen. Besonders profitieren von diesem videogestützten Angebot Eltern mit besonderen Bedürfnissen, z.B. einer psychischen Erkrankung oder einer intellektuellen Einschränkung. Ebenso Eltern aus dem sogenannten Multiproblembereich, die selber kaum Vorstellungen oder Handlungs-kompetenzen besitzen, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollten. Eine Kurzintervention, flankierend bspw. zu einer SPFH oder auch stationären Maßnahme, erscheint in den Fällen sinnvoll, in denen Entwicklungsprozesse ins Stocken geraten sind. Hier kann der Perspektiv-wechsel auf gelungene Momente besonders motivierend wirken und neue Möglichkeiten eröffnen. Im Rahmen eines Clearingauftrages bieten sich durch die Videoaufnahmen gute Möglichkeiten Kindeswohlgefährdungen zu erkennen, einzuschätzen und ggf. abzuwenden.
Ziele Grundsätzlich sollen elterliche Kräfte zur Bewältigung von Problemen und zur Übernahme von Verantwortung aktiviert werden. Dabei geht es um die Förderung der Empathiefähigkeit der Eltern. Die guten Bilder ermöglichen es, die vorhandenen elterlichen Ressourcen, bewusst zu machen und durch den angeleiteten Perspektivwechsel einen positiveren Blick auf die Kinder, weiter zu entwickeln. Durch die Beratungsarbeit werden die Eltern in die Lage versetzt, die Bedürfnisse ihrer Kinder besser zu erkennen und zu befriedigen, so dass diese die Basis für eine gesunde sozial emotionale Entwicklung bekommen. Insbesondere die Entwicklung einer sicheren Bindung von Mutter und Kind lässt sich über diese Methode unterstützen und wirkt somit vor allem in den ersten beiden Lebensjahren eines Kindes primärpräventiv auf dessen spätere Entwicklung. Aber auch bei älteren Kindern zeigt sich, dass der Ansatz über die Interaktion und die Selbstreflektion der Eltern durch die motivierenden Videobilder, positiv auf die Familienbeziehung wirkt. Die Vermittlung mit Hilfe der Bilder bewirkt direkt eine Verbesserung der Selbstwirksamkeitserwartung und der Handlungskompetenz der Eltern und kann damit dazu beitragen, ihre Erziehungsfähigkeit erhöhen.
Qualitätssicherung gemäß Qualitätsentwicklungsbeschreibung der Ev. Jugendhilfe Godesheim
Downloadangebot Marte Meo Einzel.pdf