04 - MutterVaterKindZentrum: PROjekt Vater_Mutter_Kind
Art des Angebots

Speziallösungen
Betreutes Wohnen

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Str. 8
53177 Bonn
Ansprechpartner

Koordinator Projekt Vater_Mutter_Kind

Herrn Andreas Luther

 

Tel. 0228 95134-52

a.luther@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 95134-0
Fax.: 0228 95134-66
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 2,25
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze

6 Elternpaare bzw. Elternteile mit bis zu drei Kindern.

Jeweils ein Eltern-Kind-Paar bewohnt eine der 6 PROjekt-Wohnungen.

Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte, i.d.R. Fachhochschul- oder Universitäts-Ausbildung, zum Teil mit Zusatzausbildung in Systemischer Familientherapie bzw. -beratung, Safe®, Marte Meo, PEKiP®.
Gesetzliche Grundlage § 27, 2 und 3 SGB VIII, § 19 SGB VIII für Jugendliche ab 14 Jahren als gemeinsame Wohnform für Mütter/Väter und Kinder, sonstige betreute Wohnform § 41 SGB VIII als Hilfe für junge Volljährige.
Angebotsbeschreibung

Das PROjekt ist ein stationäres Angebot für Eltern. Im gemeinsamen Zusammenleben können in kleinen Schritten die Fertigkeiten erlernt und eingeübt werden, die sie brauchen, um ihren Alltag mit Kind bewältigen zu können. Dies umfasst zum einen die Sorge fürdas Kind und zum anderen die Sorge um die eigene Person. Darüber hinaus wird das Ausfüllen der Elternrolle begleitet. Ein geregelter Tagesablauf gibt Orientierung. Gezielte Begleitung bei und Rückmeldung zur Kindspflege, Ernährung und Förderung und Erziehung unterstützen die Eltern darin, Sicherheit in ihrer Rolle zu erhalten. Das praktische Tun mit Eltern und Kind steht hierbei im Vordergrund. Sie nehmen u.a. an folgenden Angeboten teil: Spiel- und Förderangebote, PEKiP®, Koch- und Haushaltstraining, Paargespräche u.a. Mann und Frau in ihrer Persönlichkeits- und Selbstständigkeitsentwicklung zu begleiten, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Die Eltern werden individuell angeleitet, um in ihre Rolle hineinwachsen zu können. Sie können durch kleine, nachvollziehbare Schritte und die Begleitung der Fachkräfte täglich lernen, wie sie ihren Alltag mit ihrem Kind nach der Zeit im PROjekt in Eigenverantwortung gestalten können.

Ist die Entwicklung ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zusammen denkbar, werden mit den Eltern alternative Zukunftsperspektiven entwickelt.

Zielgruppe/Indikation In das PROjekt werden Eltern mit einem, max. drei Kindern aufgenommen. Es ist ein Angebot für Eltern, die aufgrund ihrer individuellen Situation und/oder sozialen Umstände in ihrer bisherigen Umgebung nicht zusammen mit ihrem Kind leben können, und die Hilfe bei der Betreuung ihres Kindes benötigen. Das PROjekt kann als Kurzzeit HzE oder Clearing genutzt werden. Für Familien, in denen ein oder beide Elternteile eine andere Form haben zu lernen, und daher eine längerfristige Begleitung benötigen, kann die Maßnahme zeitlich auch ausgeweitet werden. 
Ausschlusskriterien Nicht aufgenommen werden können Eltern mit:
  • akuter Suchtproblematik
  • gravierender psychischer, geistiger oder körperlicher Behinderung
  • massiver Gewaltbereitschaft
Ziele

Die Eltern können lernen, wie sie selbstständig mit ihrem Kind leben können. Hierzu wird zunächst dem Eltern-Kind-Paar durch ein geregeltes Miteinander im Alltag eine Struktur vermittelt, die für jede Verselbstständigung notwendig ist. Hierzu gehört sowohl eine klare Tagesstruktur mit regelmäßigen Mahlzeiten, Aktivitäten, Ritualen, Festen sowie auch freier und strukturierter Freizeitgestaltung.

Der Ansatz an den Stärken der Einzelnen ermöglicht positive Entwicklungen. Die Eltern werden darin unterstützt ihre Frustrationstoleranz zu erhöhen, Fertigkeiten im sozialen Umgang zu erlangen und ihre Kompetenzen in Bezug auf hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Umgang mit Geld, Ämtern etc. zu erweitern.

In Bezug auf das Kind steht zunächst im Vordergrund, dass Eltern und Kind sich aufeinander einstellen und die Eltern entwicklungsgerechte Erziehung und Förderung lernen und bei Säuglingen und Kleinkindern die Versorgung und Pflege sicherstellen können. Hierin werden die Eltern von erfahrenen Mitarbeitenden begleitet und unterstützt. Des weiteren wird die Eltern-Kind-Bindung durch Feinfühligkeitstraining, Lernen am Modell und verschiedene Kurse gezielt gestärkt. Ergänzend gibt es Begleitungen und Beratungsgespräche bezüglich aller relevanten Ernährungs-, Pflege- und Erziehungsfragen. So können die Eltern immer mehr die Verantwortung für ihr Kind übernehmen und durch Reflektion und Rückmeldung ihre Erziehungskompetenz stetig steigern.

 

Inklusion:

Für Eltern, bei denen Transferleistungen nur eingeschränkt möglich sind, werden kleinschrittige Lernfelder geschaffen, um an den Zielen der Familie zu arbeiten. Sie werden über einen längeren Zeitraum bei alltäglichen Abläufen begleitet, situativ angeleitet und erhalten die Möglichkeit am Modell zu lernen.

Durch gezielte Be- und Entlastung, einfache Sprache, Visualisierung und durchgängige Wiederholungen wird ein individuelles Trainingsfeld geschaffen, um erlernte Schritte zu verinnerlichen und nach und nach Stabilität zu erhalten.

Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen
  • Auftragsklärung mit dem zuständigen Jugendamt
  • Hebammenkontakt herstellen
  • Intensive Betreuung am Anfang, dann individuelle Anpassung
  • Elternkompetenztraining Kindspflege, -ernährung, -förderung, -erziehung
  • Familienberatung und Paargespräche, systemisch
  • Absicherung der schulischen Entwicklung/Ausbildung
  • Freizeitstrukturierung
  • Verselbständigungstraining psychisch- soziale Entwicklung
  • Arbeit an persönlichen Themen
  • Begleitung in eine Nachfolgemaßnahme
  • Perspektivklärung zur Einschätzung der Ressourcen für 4 -6 Monate möglich

Grundleistungen für das Kind:

  • Bei entsprechendem Bedarf, wie z. B. bei bestehenden Aufträgen und/oder Auflagen ist zur Sicherstellung des Kindeswohls eine 24-stündige Betreuung der Familie, inklusive Nachtwache, gewährleistet. Diese kann dann auch im Abend- und Nachtbereich z. B. Anleitung bei der Grundversorgung des Kindes, wie Medikamentenvergabe etc. sicherstellen. Um den Kontrollauftrag umzusetzen, finden auch am Tage häufigere Kontakte statt. Individuelle Festlegung der Förderplanung:
  • PEKiP®
  • Babymassage
  • Psychomotorik
  • Einzelförderung (motorische Fähigkeiten, Spielideen entwickeln, Sprachförderung, Mutter-Vater-Kind-Bindung entwickeln
  • Gruppenförderung
  • Kinderbetreuung bei Überlastung (nach Absprache)
  • MarteMeo
  • SAFE®
Begleitung von Arztbesuchen bei Bedarf, wenn Mütter in Ausbildung oder Schule

Mögliche Zusatzleistungen Zusätzlich sind bei komplexeren Problemlagen oder zur Klärung spezifischer Fragestellungen weitere Angebote des CJG Hermann-Josef-Hauses auf Basis von Fachleistungsstunden möglich, z.B. systemische Beratung oder Familientherapie, besonders intensive Einzel- oder Familienarbeit.
Zusammenarbeit / Kooperationen Kooperation mit Schulen, Werkstätten, Praktikums- und Ausbildungsstellen, Ärzten Therapeuten und Kliniken, Behindertenverbänden, Vereinen, Beratungsstellen.
Besonderheiten

Das PROjekt ist ein Teil des MutterVaterKindZentrums des CJG Hermann-Josef-Hauses. Es besteht zum einen eine seit Jahren funktionierende Vernetzung und zum anderen eine große Durchlässigkeit zwischen den Angeboten.

Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Interne und Externe Audits
  • Selbstevaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII ff.