01 - MutterKindZentrum: Mutter-Kind-Gruppe, Intensivangebot für minderjährige und junge Schwangere und Mütter - Haus Regina
Art des Angebots

Speziallösungen
Intensivangebote

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Str. 8
53177 Bonn-Bad Godesberg
Ansprechpartner

Bereichsleitung Frau Andrea Ninus 

 

Tel. 02 28 - 9 51 34-24

a.ninus@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 / 951340
Fax.: 0228 / 9513451
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1,32
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze

6 Plätze für Mütter ,  Betreuungsschlüssel 1 : 1,32

6 Plätze für Kinder, Betreuungsschlüssel 1 : 2,40

Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte: Erzieherinnen, Fachhochschule, Hochschule, ergänzt durch medizinisch ausgebildetes Personal: Kinderpflegerinnen und Kinderkrankenschwestern
Gesetzliche Grundlage
  • § 27 in Verbindung mit §§ 34, 36, 37 SGB VIII § 19 SGB VIII für Jugendliche ab 14 Jahren als „Gemeinsame Wohnform für Mütter/Väter und Kinder „Heimerziehung,
  • sonstige betreute Wohnform“ bzw. für junge Volljährige entsprechend § 41 SGB VIII als „Hilfe für junge Volljährige“
  • § 35 a
Angebotsbeschreibung Die Mutter-Kind-Gruppe ist ein Intensivangebot für minderjährige und junge Schwangere und Mütter, auch mit schwierigem psychosozialen Hintergrund. Durch eine engmaschige Betreuung wird das Kindeswohl sichergestellt. Ein pädagogisches Clearing bietet die Möglichkeit, die Ressourcen der Mutter zu klären, um so eine geeignete Maßnahme empfehlen zu können. Ein Verbleib in der Mutter-Kind-Gruppe ist bei vorhandenen Ressourcen und Motivation dann möglich. Das Konzept der Mutter-Kind-Gruppe steht auf drei Säulen:
  1. Aktivierung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen der Mutter – z.B. Alltagstraining, Korrigierende Bindungs-erfahrungen
  2. Initiierung der Mutter-Kind-Bindung – Feinfühligkeitstraining, PEKiP-Gruppe
  3. Förderung und Betreuung der Kinder – Einzelförderung, Gruppenarbeit, Spielgruppen , Anleitung der Mutter

 

Wir bieten den jungen Müttern und ihren Kindern ein Umfeld, in dem sie sich entwickeln und Erfahrungen machen können, die sie bislang in ihrer Sozialisation nicht erleben konnten, und die einer Verlässlichkeit entbehrten. Die Väter werden, wenn möglich, individuell durch regelmäßige Besuche und Kurse mit eingebunden. Die jungen Mütter werden entweder befähigt, selbstständig für sich und ihr Kind sorgen zu können oder eine alternative Zukunftsperspektive zu entwickeln. Falls diese nicht gemeinsam vorstellbar ist, begleiten wir auch diesen Prozess.

Zielgruppe/Indikation

Die Mutter-Kind-Gruppe wendet sich an minderjährige und junge volljährige Frauen, die aufgrund ihrer individuellen Entwicklung oder ihres bisherigen sozialen Umfeldes besondere Ansprüche stellen, u.a.

  • Mütter mit besonderer Hilfsbedürftigkeit aufgrund ihrer eigenen Sozialisation und Erfahrungen, die ihr Leben mit Kind bewältigen wollen;
  • Mädchen, die sehr jung Mutter geworden sind und wo keine Sicherheit besteht, ob sie ihre Mutterrolle ausüben können
  • geistig eingeschränkte junge Frauen, deren Ressourcen unklar sind;
  • Mütter, die aufgrund von Gewalt-, Sucht- oder Verwahrlosungserfahrungen eine besonders stringente Erziehungshaltung benötigen.

Ausschlusskriterien Ausschlusskriterien:
  • eine akute Drogenproblematik der Mutter
  • eine gravierende geistige oder körperliche Behinderung
Ziele

Hilfen für die Mutter:

  • Begleitung der Schwangerschaft im fortgeschrittenen Stadium und Vorbereitung auf die Geburt
  • Hilfen, bezüglich der Versorgung und Pflege des Kindes (Wickeln, Ernährung, Baden etc.)
  • Einfinden in die Mutterrolle und Entwicklung von Lebensperspektive
  • Entlastung in Überforderungssituationen um das Kindswohl zu sichern
  • Aufbau der Erziehungskompetenz der Mutter/Eltern
  • Einbeziehung der Kindsväter ins Elterntraining, wenn möglich Akzeptanz der Tagesstruktur der Gruppe
  • Selbstständige Entwicklung und Umsetzung einer Tagesstruktur
  • Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und der sozial-emotionalen Kompetenz der jungen Mutter
  • Verselbstständigung im Alltag
  • Erarbeitung einer realistischen Lebensperspektive und Begleitung bei der Umsetzung der ersten Schritte
  • Alleine Leben von Mutter und Kind, bzw. in Familie
  • Schule bzw. Ausbildung beenden bzw. beginnen

 

Hilfen für das Kind:

  • Sicherstellung der Grundversorgung
  • Emotionale Absicherung
  • Förderung – Einzelförderung, Förderung in der Gruppe und Anleitung der Mutter

 

Ziele für die Mutter-Kind-Beziehung:

  • Aufbau einer tragfähigen Mutter-Kind-Bindung
  • Sensibilisierung für die Bedürfnisse des Kindes
  • Erhöhung der Feinfühligkeit der Mutter durch Eltern- und Feinfühligkeitstraining 

Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen
  • 24 Stunden Aufsicht und Betreuung im Schichtdienst durch pädagogische Fachkräfte, von 21.00 – 06.00 Uhr ist eine Nachtwache eingesetzt
  • Geburtsvorbereitung: Hebammenkontakte, Krankenhausbesichtigung, Rufbereitschaft
  • Versorgung und Hilfestellung für Mutter und Kind
  • Individual- und gruppenpädagogische Arbeit
  • Förderung des Sozialverhaltens (im Gruppenalltag, Gruppenabende, Müttergespräch)
  • Schulentwicklung und Berufsausbildung (Lerntraining und Kontakte zu Schulen)
  • Freizeitgestaltung (Malkurs, Gruppenabende, Angebote im Stammhaus, wie z.B. Freizeitzentrum)
  • Selbstständigkeitstraining (Selbstorganisation, Tagesstruktur, Umgang mit Geld, Kochtraining, Kontakte zu Behörden)
  • Elterntraining: Kinderpflege und Versorgung, Ernährungslehre, Erziehungsfragen
  • Feinfühligkeitstraining
  • PEKiP Gruppe
  • Spielkreis
  • Systemische Familienarbeit (Familiengespräche, Arbeit mit den Vätern, Paargespräche, Hausbesuche)
  • Hilfeplanung
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt (Hilfeplan, Reflexionsgespräche, Krisengespräche)
  • Begleitung in eine Anschlussmaßnahme bei Verselbstständigung oder Trennung von Mutter und Kind

 

Grundleistungen für das Kind:

  • 4 Stunden Aufsicht und Betreuung im Schichtdienst durch pädagogische Fachkräfte, von 21.00 – 06.00 Uhr ist eine Nachtwache (u.a. Krankenschwester) eingesetzt
  • individuelle Festlegung der Förderplanung
  • Förderung:
  • PEKiP – zur Förderung der Mutter-Kind-Bindung und Anregung des Kindes – einmal wöchentlich
  • Einzelförderung  - motorische Fähigkeiten,
  • i.d.R. ½ Std.    - Sprachförderung
  • wöchentlich      - Sauberkeitstraining etc.
  • Spielgruppe, einmal wöchentlich
  • Kinderbetreuung bei Überlastung nach Absprache
  • Kinderbetreuung während Schule und Ausbildung (z.T. ganztags)
  • Begleitung von Arztbesuchen bei Bedarf, wenn Mütter in Ausbildung oder Schule
  • Dokumentation und Vernetzung mit den Bezugspädagoginnen der Mütter
  • Initiieren, Organisation und anfängliche Begleitung in eine Kinderguppe im Sozialraum

Mögliche Zusatzleistungen Zusätzlich sind bei komplexeren Problemlagen oder zur Klärung spezifischer Fragestellungen weitere Angebote des CJG Hermann-Josef-Hauses auf Basis von Fachleistungsstunden möglich, z.B. systemische Beratung oder Familientherapie, besonders intensive Einzel- oder Familienarbeit.
Zusammenarbeit / Kooperationen

Kooperation mit Schulen, Werkstätten, Praktikums- und Ausbildungsstellen, Ärzten Therapeuten und Kliniken, Behindertenverbänden, Vereinen, Beratungsstellen.

Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Besonderheiten
  • Individuelles Lerntraining im Angebot enthalten
  • Kreativwerkstatt im Angebot enthalten
  • Freizeit-Sportpädagoge im Angebot enthalten

 

Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Interne und Externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII und folgende