Zuflucht für Mädchen nach Gewalterfahrungen
Art des Angebots

stationäre Angebote

Träger/Anbieter Evangelische Jugendhilfe Godesheim
Anschrift Evangelische Jugendhilfe Godesheim
Vennerstr. 20
53177 Bonn
Ansprechpartner Uwe Nadolny stellvertretender Leiter der Einrichtung
Kontakt Tel.: 0228-3827-137
Fax.: 0228 / 38 27 99 137
E-Mail: unadolny@godesheim.de
Homepage: http://www.godesheim.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1,36
Freie Plätze: 0
Sozialräume
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze 4
Mitarbeiterqualifikation pädagogische Fachkräfte (in der Regel FHS-Abschluß) Die Nachtbereitschaft wird durch die pädagogischen Fachkräfte für jede Gruppe getrennt sichergestellt.
Gesetzliche Grundlage §§ 42, 43 KJHG
Angebotsbeschreibung Die Inobhutnahme von minderjährigen Mädchen und jungen Frauen erfolgt als kurzfristige Schutzmaßnahme zu deren Wohl und Schutz. Sie ist eine  eigenständige Hilfe nach dem SGB VIII und umfasst die Unterbringung und die sozialpädagogische Betreuung und Beratung sowie Begleitung der minderjährigen Mädchen und jungen Frauen in krisenhaft zugespitzten  Situationen. Die Inobhutnahme erfolgt in einer Einliegerwohnung, die sich in einem Wohnhaus befindet.
Die Zuflucht bietet Hilfe für Mädchen und junge Frauen aus allen Kulturen, die von sexueller, physischer oder psychischer Gewalt betroffen oder bedroht sind, aus der unerträglichen Situation heraus wollen und keinen anderen Ausweg wissen. Sie wendet sich auch an Mädchen, die u.a. von einer Zwangsverheiratung bedroht sind, oder die aufgrund ihrer Lebensweise mit den kulturellen Werten ihrer Kultur in einen heftigen Konflikt geraten und die sich aufgrund ihrer Lebenseinstellung und Lebensweise von ihren eigenen Angehörigen bedroht fühlen. Weitere Perspektiven werden mit den Mädchen in enger Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und mit den Eltern oder Sorgeberechtigten entwickelt.

Als Kontaktaufnahmeweg steht den Mädchen der Notruf für Mädchen nach Gewalterfahrungen rund um die Uhr zur Verfügung.  Um die Anonymität der Adresse zu schützen, erfolgt eine Aufnahme von Selbstmelderinnen in der Regel zunächst über eine andere Gruppe des Godesheims.

Zielgruppe/Indikation Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren, die von sexueller, physischer, psychischer Gewalt betroffen oder von Zwangsverheiratung bedroht sind. Schutz der Mädchen vor weiteren Übergriffen Unterstützung der Mädchen in der Krisensituation d. h., ihre Geschichte ernst zu nehmen, ihnen bei der Unterscheidung zwischen Verantwortung für das Geschehene und Mitwirkung am Geschehene zu helfen, Verantwortung auf ein altersgemäßes Maß zurück zu führen, um ihnen zu ermöglichen ein realistischeres Selbstbewußtsein zu entwickeln und mit den oft widerstreitenden Gefühlen zu ihren Angehörigen besser umgehen zu können. Hilfestellung bei der Erörterung von Perspektiven für die Minderjährigen und ihr soziales Umfeld Aufzeigen von Orientierungshilfen für die Zukunft
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen siehe Leistungsbeschreibung Inobhutnahme
Mögliche Zusatzleistungen die Abdeckung der Fahr- und Zuführdienste Abfassung von Kurzberichten Regelmäßige Elternarbeit Kooperation mit besonderen Beschulungsangeboten Nachsorgende Begleitung / Beratung / Betreuung von Inobhutnahmefällen Vereinbarung weiterer Zusatzangebote je nach Bedarf möglich (vgl. Angebote der Stammeinrichtung)
Qualitätssicherung Gemäß Qualitätsentwicklungsbeschreibung