04 - MutterKindZentrum: PROjekt Vater_Mutter_Kind
Art des Angebots

Speziallösungen
Betreutes Wohnen

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Str. 8
53177 Bonn
Ansprechpartner

Päd. Leitung Frau Susanne Beckschwarte

 

Tel. 0228 95134-0

info@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 95134-0
Fax.: 0228 95134-66
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 3
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Anzahl der Plätze 1 Elternpaar mit ein oder zwei Kindern Das Eltern-Kind-Paar bewohnt eine Wohnung gemeinsam. 
Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte, i.d.R. Fachhochschul- oder Universitäts-Ausbildung, zum Teil mit Zusatzausbildung in Sys-temischer Familientherapie bzw. –beratung.
Gesetzliche Grundlage § 27 SGB VIII § 19 SGB VIII für Jugendliche ab 14 Jahren als „Gemeinsame Wohnform für Mütter/Väter und Kinder „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ § 41 SGB VIII als „Hilfe für junge Volljährige“
Angebotsbeschreibung Das PROjekt Vater_Mutter_Kind ist ein Angebot für junge volljährige Eltern. Im gemeinsamen Zusammenleben können in kleinen Schritten die Fertigkeiten erlernt und eingeübt werden, die junge Väter und Mütter brauchen, um ihren Alltag mit Kind bewältigen zu können. Dies umfasst zum einen die Sorge um das Kind und für die eigene Person. Weiterhin wird das Ausfüllen der Elternrolle begleitet. Ein geregelter Tagesablauf gibt Orientierung. Gezielte Hilfestellungen in Fragen der Kindspflege, Ernährung und För-derung und Erziehung unterstützen die jungen Eltern darin, Sicherheit in ihrer Rolle als Eltern zu bekommen (hierbei orientieren wir uns an den Prinzipien von Emmi Pickler und der Konfrontativen Pädagogik). Das praktische Tun mit Eltern und Kind steht hierbei im Vordergrund. Eltern und Kind nehmen u.a. an folgenden Grup-pen teil: Spielgruppe, PEKiP-Gruppe, Kochtraining, Hauswirtschaftslehre, Paargespräche u.a. Mann und Frau in ihrer Persönlichkeits- und Selbstständigkeitsentwicklung zu begleiten ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Hierbei spielt das Lernen am Modell eine große Rolle, um in die Elternrolle hinein zu wachsen. Ist die Entwick-lung ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zusammen denkbar, entwickeln wir mit den Eltern alternative Zukunfts-perspektiven. Die Organisation der Kinderbetreuung ermöglicht den jungen Vätern/Müttern den Besuch von Schule oder Ausbildung in der Gewissheit, dass ihre Kinder angemessen betreut werden. Die jungen Eltern können durch kleine, nachvollziehbare Schritte und die Begleitung der Fachkräfte täglich lernen, wie sie ihren Alltag mit ihrem Kind nach der Vater-Mutter-Kind-Einheit in Eigenverantwortung gestalten können.
Zielgruppe/Indikation In das PROjekt Vater_Mutter_Kind wird ein Elternpaar mit einem, max. zwei Kindern aufgenommen. Wir wenden uns an junge volljährige Männer und Frauen, die aufgrund ihrer individuellen Situation und/oder sozialen Umstände in ihrer bisherigen Umgebung nicht zusammen mit ihrem Kind leben können, und die aufgrund ihrer Res-sourcen Hilfe bei der Betreuung ihres Kindes benötigen.   Die jungen Eltern haben zum Teil erhebliche soziale Schwierigkeiten und stellen besondere Anforderungen an ihr Um-feld und die pädagogischen Fachkräfte.
Ausschlusskriterien Nicht aufgenommen werden können Eltern mit:
  • akuter Suchtproblematik
  • gravierender geistiger oder körperlicher Behinderung
Ziele Die jungen Männer und Frauen lernen, wie sie selbstständig mit ihrem Kind leben können. Hierzu wird zunächst dem Eltern-Kind-Paar durch ein geregeltes Miteinander im Alltag eine Struktur vermittelt, die für jede Verselbstständigung notwendig ist. Hierzu gehört sowohl eine klare Tagesstruktur mit regelmäßigen Mahlzeiten, Aktivitäten, Rituale und Feste, Erziehungsgespräche wie auch freie und strukturierte Freizeitgestaltung. Durch ein transparentes Regelwerk und Absprachen wird das Leben in Gemeinschaft eingeübt und vollzogen. Mit ihren Haltungen und Vorgehensweisen sind die Pädagogen/-innen positive Modelle für das alltägliche Lernen von neuen Verhaltens- und Erlebensmustern. Der Ansatz an den Stärken der Einzelnen ermöglicht positive Entwicklungen. Die Verselbstständigungsschritte bezie-hen sich sowohl auf die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Mutter und Väter, wie z.B. Erhöhung ihrer Frustrations-toleranz oder der Fähigkeit, sich in Gemeinschaft sozial zu verhalten, als auch in Bezug auf hauswirtschaftliche Fertig-keiten, Umgang mit Geld, Ämtern etc. Des Weiteren steht das Elterkompetenztraining im Vordergrund der Maßnahme. Der Schulbesuch oder eine Ausbildung wird angestrebt. In der Zeit, in der die jungen Eltern die Schule/Ausbildung besuchen, sind die Kinder in Kinderbetreuung. In Bezug auf das Kind steht zunächst im Vordergrund, dass Eltern und Kind sich aufeinander einstellen und die Eltern ihr Kind entwicklungsgerecht versorgen und pflegen können. Hierin werden die jungen Eltern von erfahrenen Mitarbei-tenden angelernt und begleitet. Des Weiteren wird die Mutter-Kind-Bindung und die Vater-Kind-Bindung durch Feinfühligkeitstraining, Lernen am Modell und wöchentliche Kurse gestärkt. Ergänzend gibt es Begleitungen und Ein-zelgespräche bezüglich aller relevanten Ernährungsfragen oder Fragen bezüglich der Säuglingspflege. So können die jungen Eltern immer mehr die Verantwortung für ihr Kind übernehmen. Entwicklungsschritte werden besprochen und Erziehungsfragen werden mit den jungen Eltern erörtert, so dass ihre Erziehungskompetenz stetig wächst. Bei diesen Zielen ist es selbstverständlich, dass die Interessen aller Familienmitglieder berücksichtigt werden. Dadurch entsteht ein besonderes Spannungsfeld, das nur mit Feingefühl und angemessener Konsequenz bewältig werden kann.
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen
  • Auftragsklärung mit dem zuständigen Jugendamt
  • Hebammenkontakt herstellen
  • Intensive Betreuung am Anfang, dann individuelle An-passung
  • Elternkompetenztraining – Kindspflege, -ernährung, -förderung, -erziehung
  • Familienberatung und Paargespräche, systemisch
  • Absicherung der schulischen Entwicklung/Ausbildung
  • Freizeitstrukturierung
  • Verselbständigungstraining – psychisch- soziale Ent-wicklung
  • Arbeit an persönlichen Themen
  • Begleitung in eine Nachfolgemaßnahme
  • Anti-Aggressivitätstraining
  • Perspektivklärung zur Einschätzung der Ressourcen für 4 -6 Monate möglich

Grundleistungen für das Kind:

  • Nachtbereitschaft von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr
  • individuelle Festlegung der FörderplanungFörderung: - Babyspiele & Co. (angelehnt an PEKiP – zur Förderung der Mutter-Kind-Bindung und   Anregung des Kindes – einmal wöchentlich) - Einzelförderung  - motorische Fähigkeiten - i.d.R. ½ Std.         - Sprachförderung -  wöchentlich        - Sauberkeitstraining etc.
  • Kleingruppe           - zweimal wöchentlich 2 Stunden
  • Singtreff, einmal wöchentlich
  • Kinderbetreuung bei Überlastung nach Absprache
  • Organisation und Sicherung der Kinderbetreuung während Schule und Ausbildung
Begleitung von Arztbesuchen bei Bedarf, wenn Mütter in Ausbildung oder Schule

Mögliche Zusatzleistungen Zusätzlich sind bei komplexeren Problemlagen oder zur Klärung spezifischer Fragestellungen weitere Angebote des CJG Hermann-Josef-Hauses auf Basis von Fachleistungsstunden möglich, z.B. systemische Beratung oder Familientherapie, besonders intensive Einzel- oder Familienarbeit.
Zusammenarbeit / Kooperationen Kooperation mit Schulen, Werkstätten, Praktikums- und Ausbildungsstellen, Ärzten Therapeuten und Kliniken, Behindertenverbänden, Vereinen, Beratungsstellen. Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
Besonderheiten Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Interne und Externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII und folgende