FLAD - Flexible Lebensweltorientierte Ambulante Dienste
Art des Angebots

ambulante Angebote

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Str. 8
53177 Bonn-Bad Godesberg
Ansprechpartner

Bereichsleitung Herr Markus Pütz

 

Tel. 02 28 - 9 51 34-60

m.puetz@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 0228 / 951340
Fax.: 0228 / 9513451
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 0
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch Bad Godesberg Tannenbusch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Mitarbeiterqualifikation Sozialpädagogische Fachkräfte mit Erfahrungen im ambulanten, teilstationären oder stationären Bereich der Erziehungshilfe und einer fundierten Ausbildung, praktische Erfahrung mit Krisenverläufen in Familien und in Gruppen.
Aufnahmealter/
Betreuungsalter

Ältere Kinder, Jugendliche und junge Volljährige

Häufigkeit/Umfang Der Umfang der Hilfe richtet sich nach den Vereinbarungen im Hilfeplan.
Gesetzliche Grundlage

§§ 27,30,31,35a  SGB VIII  und für das ambulante BEWO §§53, 54 SGB XII

Angebotsbeschreibung

FlexFOH Flexible Familienorientierte Hilfen

ist ein aufsuchendes ganzheitliches Hilfeangebot und richtet sich an Familien mit Kindern, deren leibliche, geistige oder seelische Entwicklung gefährdet oder beeinträchtigt ist. Die für die Familie erforderlichen Hilfekonzepte werden ambulant und partizipativ in der Familie und in deren sozialen Umfeld geleistet und weisen insofern eine konsequente Handlungs- und Alltagsorientierung auf.

 

 

FlexJOH Flexible Jugendorientierte Hilfen

ist ein prozeßhaft angelegtes, vorrangig auf das ältere Kind, den Jugendlichen oder den jungen Volljährigen/Erwachsenen sowie deren familiale Systeme und Lebenswelt ausgerichtetes flexibles aber verbindliches, zielgerichtetes und handlungsorientiertes Beratungs-, Förder-, Unterstützungs- und Wegbegleitungsmodell, dass auf Verhaltensänderung einschließlich des Sozial- und Leistungsverhaltens in Schule und Ausbildung -, sowie der Entwicklung und Umsetzung von realistischen befriedigenden Perspektiven abzielt.

 

Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen (SBW)

Betreuung und Begleitung von weiblichen und männlichen Jugendlichen/jungen Volljährigen, die in kleinen Wohnungen außerhalb des Geländes des Hermann-Josef-Hauses lernen, selbstständig und sozial integriert zu leben.

 

Ambulantes BEWO

Betreuung und Begleitung von weiblichen und männlichen Jugendlichen/jungen Volljährigen

mit leichteren Behinderungen körperlicher, seelischer oder geistiger Art, die in kleinen Wohnungen außerhalb des Geländes des Hermann-Josef-Hauses lernen, selbstständig und sozial integriert zu leben. 

 

Zielgruppe/Indikation

Ältere Kinder, Jugendliche, junge Volljährige, junge Erwachsene und deren Familien.

Die Familien haben ein Interesse daran, dass ihre Kinder in der Familie verbleiben oder sie wieder in die Familie zurückgeführt werden.

Die familialen sowie lebensweltlichen Systeme, in denen die Zielgruppe lebt, weisen z.B. folgende Merkmale auf:

  •  Aktuell bzw. nach fachlicher Einschätzung auf längere Sicht unzureichende Ermöglichung der Entwicklung und Förderung des jungen Menschen durch die Familie oder im derzeitigen Lebensumfeld
  • Bei der Bewältigung der aktuellen Entwicklungs-, Erziehungs- und Förderaufgaben in der Familie oder im lebens-weltlichen Kontext bedürfen diese und der junge Mensch der professionellen Unterstützung.
  • Ungünstige Verschränkung von äußeren Belastungsfaktoren
  • Vorhandensein innerfamilialer und lebensweltliche Schwierigkeiten bzw. dysfunktionaler Beziehungs- und Problemlösemuster
Ausschlusskriterien
  •  Fehlende Gewährleistung der Sicherheit der jungen Menschen innerhalb der   Familie
  • Transparenz bzgl. der Problemlagen kann nicht hergestellt werden (z.B. Tabuisierung, verdeckte Aufträge)
  • Gewalttätiges Verhalten gegenüber Mitarbeitern
  • Grundsätzliche Verweigerung der Mitarbeit durch das familiale System, vor allem durch die Erwachsenen
  • Massiver Suchtmittelkonsum und Drogenabhängigkeit
  • Massive psychische bzw. psychiatrische Störungen und Erkrankungen
  • Starke geistige Behinderung
Ziele

Familienorientierte Hilfen

Betreuung von Familien, älteren Kindern und Jugendlichen zur Wiederherstellung und/oder Verbesserung von Familienfunktionen, um den Erhalt des Familiensystems und die Entwicklung, sowie Förderung von Kindern und Jugendlichen darin zu ermöglichen.

 

Jugendorientierte Hilfen

Betreuung und Unterstützung von älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen unter Einbeziehung des Sozialen Umfeldes und wenn möglich der Familie mit dem Ziel der sozialen und gesellschaftlichen Integration und eigenverantwortlichen Lebensführung. 

 

Methodik
  • Ressourcenorientierung
  • Achtung der Familienautonomie
  • selbstbestimmter Zielfindungsprozess der Familie im Rahmen der erforderlichen  Vorgaben des Jugendamtes als notwendige Voraussetzung zur konsequenten Förderung der Selbsthilfepotentiale
  • lösungsorientierte Zielfindung
  •  Erfahrungs- und Modelllernen als Grundlage für Veränderung
  • Sensibilisierung für und Erkennen von Familienstrukturen, -interaktion und -dynamiken
  • Verständnis über die Bedeutung von Sprache und Kommunikation beim Entstehen und Lösen von Problemen
  • Krisenintervention und Kompetenzmodell
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen

Mögliche Grundleistungen, je nach Bedarfslage des familialen Kontextes und Systems sind:

- Gestaltung einer helfenden Beziehung. Die Arbeit orientiert sich an den Zielen und verzichtet bewusst auf die Phase des reinen Beziehungsaufbaus . Eine empathische Haltung und Joining begleiten den Prozess.

- Entwicklung des familiären Systems und Verbesserung der sozialen Grundlagen des Zusammenlebens (z.B. Kommunikationsstrukturen, Umgang mit Streit und Konflikten, Rollenverteilung)

- Hilfe und Unterstützung bei der Strukturierung des Alltags

- Unterstützung bei der Bewältigung der lebenspraktischen Anforderungen

- Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung und Etablierung  von tragfähigen Handlungs- und Sozialkompetenzen

- Beratung und Coaching in Fragen der Ausgestaltung und Etablierung einer präsenten und verbindlichen Erziehung

- Beratung und Unterstützung in den Bereichen Aufsichtspflicht, Eigenfürsorge sowie Gesundheitserziehung und Gesundheits(eigen)fürsorge

- Aktivierende Beratung in Fragen der Gestaltung der häuslichen, schulischen und beruflichen Bildung und Förderung sowie des Freizeitbereiches

- Hilfe und Unterstützung zur Verbesserung der materiellen Situation des familialen Systems

- Netzwerkarbeit und -aktivierung mit und für die einzelnen Mitglieder des familialen Systems bzw. ihren jeweiligen engeren und weiteren lebensweltlichen Kontexten

- Reflektionsgespräche mit den direkten Adressaten der Hilfe und/oder den relevanten Mitgliedern ihrer Lebenswelt

- Beistand in Krisensituationen, wie Überlastungs-, Überforderungs- und Übergangskrisen, sowie Sensibilisierung und Anleitung im Erlernen eines konstruktiven und weiterführenden Umgangs damit.

Zusammenarbeit / Kooperationen

Kooperation mit Schulen, Werkstätten, Praktikums- und Ausbildungsstellen, Ärzten Therapeuten und Kliniken, Behindertenverbänden, Vereinen, Beratungsstellen.

Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Intern und Externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII und folgende