06 - MutterVaterKindZentrum: Flexible Familienorientierte Hilfen für Familien mit Kindern - ambulant
Art des Angebots

Speziallösungen

Träger/Anbieter CJG Hermann-Josef-Haus
Anschrift CJG Hermann-Josef-Haus
Dechant-Heimbach-Str. 8
53177 Bonn
Ansprechpartner

Koordinator Ambulante Dienste Andreas Luther

 

Tel. 0228 95134-52

a.luther@cjg-hjh.de

Kontakt Tel.: 02 28 - 9 51 34-0
Fax.: 02 28 - 9 51 34-66
E-Mail: info@cjg-hjh.de
Homepage: http://www.cjg-hjh.de
Betreuungsschlüssel: 1 zu 1
Freie Plätze: 0
Sozialräume
gesamtstädtisch
Ort der Maßnahme
Stadt außerstädtisch
Geschlecht
Jungengruppe Mädchengruppe Koedukative Gruppe
Alter
0-14 Kind 14-18 Jungendlicher >18 Junger Erwachsener
Lebensbereiche
Wohnen Arbeiten Schule Ausbildung Kiga Freizeit soziales Gefüge Sonstiges
Sozialraumkategorien
Leistungsbereich Klärungsbereich Gefährdungsbereich
Maßnahmevorraussetzungen
Leistungs- Qualitäts-entwicklungs-beschreibung liegen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundessstadt Bonn vor
Ein Leistungsentgelt ist verhandelt
Mitarbeiterqualifikation

Pädagogische Fachkräfte, i.d.R. Fachhochschul- oder Universitäts-Ausbildung, zum Teil mit Zusatzausbildung in Systemischer Familientherapie bzw. beratung.

Gesetzliche Grundlage § 27 in Verbindung mit §§ 19, 31, 35, 36, 37, 41 (3) SGB VIII
Angebotsbeschreibung Die ambulante Hilfe ist an Familien mit Kindern gerichtet, die über genug Ressourcen verfügen, um in einer eigenen Wohnung zu leben, in bestimmten Bereichen jedoch Unterstützung und Begleitung benötigen oder in eine Krise geraten sind. Unsere ambulante Hilfe ist ein aufsuchendes Angebot. Ein/e Mitarbeiter/-in des Mutter-Kind-Hauses betreut die Familie/das Mutter-Kind-Paar in der eigenen Wohnung, um mit ihnen vor Ort in ihrer gewohnten Umgebung alltagstaugliche und lösungsorientierte Hilfen zu entwickeln und umzusetzen. Die Hilfe kann auch als kurzfristige Krisenintervention genutzt werden. Die Absicherung des Kindeswohls und die Schaffung eines sicheren Lebensumfeldes für die Familienmitglieder stehen im Vordergrund.
Zielgruppe/Indikation

Familien, die folgende psychische und/oder soziale Auffälligkeiten einzelner amilienmitglieder aufweisen:

  • eingeschränkte Gesundheit der Familienmitglieder

  • Partnerschafts- und Trennungskonflikte

  • Eineltern- und Patchworksysteme

  • Überforderungs- und Überlastungskrisen und -symptome

  • Übergangskrisen

  • Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Anforderungen des täglichen Lebens
  • innerfamiliäre Gewalt

  • Vernachlässigung

  • Erziehungsprobleme

  • Perspektivlosigkeit

  • Mutter-Kind-Paare, die aus einer Maßnahme (z.B. Mutter-Kind-Gruppe) kommen und die einen gewissen Selbstständigkeitsgrad erreicht haben, jedoch noch Unterstützung benötigen, um in der eigenen Wohnung allein mit ihrem Kind leben zu können

  • Mutter-Kind-Paare, die schon in einer eigenen Wohnung leben, durch besondere Umstände jedoch Hilfe in ihrem Alltag benötigen

  • Ältere Mütter, die ihre problematische Lebenssituation zurzeit nicht allein bewältigen können, die aber nicht bereit sind, zur Klärung ihrer Ressourcen bzw. zur Unterstützung im Lebensalltag in eine Mutter-Kind-Einrichtung zu gehen 

 

 

Ausschlusskriterien
  • Wenn die Sicherheit der jungen Menschen innerhalb der Familie nicht gewährleistet werden kann

  • Gewalttätiges Verhalten gegenüber Mitarbeitern

  • Grundsätzliche Verweigerung der Mitarbeit durch das familiale System, vor allem die Erwachsenen

  • Massiver Suchtmittelkonsum und Drogenabhängigkeit

  • Massive psychische bzw. psychiatrische Störungen und Erkrankungen

  • Starke geistige Behinderung

Ziele
  • Stabilisierung der Familienmitglieder
  • Strukturierung des Alltags, um Halt und Orientierung zu gewährleisten
  • Einrichtung der Wohnung unter Berücksichtigung der Räume für Eltern und Kind
  • Erarbeiten der Fragestellung: regelmäßige Mahlzeiten, Erkundung der Einkaufsmöglichkeiten, Schlaf- und Wachrhythmus des Kindes etablieren, Mittagspausen, Abendroutine etc.
  • Integration der Eltern in die soziale Umgebung, z.B. durch die Beteiligung an Kindergruppen, Spielkreisen etc.
  • Stabilisierung der Persönlichkeit der Eltern
  • Organisation von Entlastung wenn nötig
Einschätzung und Gewährleistung des Kindeswohls
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen Die Ausgestaltung und Intensität der Hilfe richtet sich nach dem Auftrag, den das belegende Jugendamt erteilt. Mögliche Einzelleistungen sind:
  • Strukturierung des Alltags in der eigenen Wohnung durch eine Tages- und Wochenstruktur
  • Beratung und Hilfe in der Kinderversorgung und Kinderbetreuung
  • Hilfe bei der kindgerechten Einrichtung der Wohnung
  • Umgang mit Geld, z.B. Führen eines Haushaltsbuches
  • Hilfe bei Ämter- und Behördengängen
  • Freizeitstrukturierung vor Ort: Suche von Kindergruppen etc.
  • Beistand in Krisensituationen z.B. Krankheit des Kindes, Paarkrise
  • Reflexionsgespräche
  • Einbindung in das soziale Umfeld und gegebenenfalls Einbindung wichtiger Bezugspersonen in die Arbeit
  • Familienberatung/Paargespräche
  • Schulische/berufliche Förderung
Mögliche Zusatzleistungen Zusätzlich sind bei komplexeren Problemlagen oder zur Klärung spezifischer Fragestellungen weitere Angebote des CJG Hermann-Josef-Hauses auf Basis von Fachleistungsstunden möglich, z.B. systemische Beratung oder Familientherapie, besonders intensive Einzel- oder Familienarbeit.
Zusammenarbeit / Kooperationen Kooperation mit Schulen, Werkstätten, Praktikums- und Ausbildungsstellen, Ärzten Therapeuten und Kliniken, Behindertenverbänden, Vereinen, Beratungsstellen. Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
Besonderheiten Das CJG Hermann-Josef-Haus hat mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) der Rheinischen Kliniken Bonn eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
Qualitätssicherung
  • Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001
  • Sicherstellung von Teamentwicklung und Mitarbeiterqualifikation
  • Interne und externe Fortbildungen
  • Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte
  • Interne und Externe Audits
  • Selbst-Evaluationen
  • Qualitätsdialog gem. § 78 SGB VIII und folgende